Sanierung und Modernisierung Troststraße 6

Sanierung Troststraße 6, mit Stadträtin Kathrin Gaál, Gregor Puscher und Team © PID/Markus Wache

22.02.2021

Ein gründerzeitliches Kleinod in Favoriten rundum erneuert

Die Generalsanierung und der Dachgeschoßausbau verwandelten das ehemals graue Haus in der Troststraße 6 in ein schmuckes Kleinod. Aufgrund des hohen Anteils an – zum Teil leerstehenden – Substandardwohnungen erwies sich die Sockelsanierung als geeignetste Sanierungsart bzw. Förderschiene.

Frau Gulder, Miteigentümerin und Hausverwalterin, ist begeistert:

„Dank der kompetenten, freundlichen und stets hilfsbereiten Mitarbeitern des wohnfonds_wien ist es uns in weiterer Zusammenarbeit mit dem Architektenteam gelungen, aus unserem Gründerzeithaus ein Schmuckstück zu machen: Die Bewohner schätzen das Ambiente und Ihre Balkone und Passanten betrachten immer wieder die Architektur. Mit der Solaranlage am Dach konnte dem Klimagedanken ebenfalls entsprochen werden.“

… und umfassend verbessert

Umfangreiche Renovierungsmaßnahmen in den Wohnungen und Wohnungszusammenlegungen ermöglichten die Errichtung von 19 zeitgemäßen Wohnungen. Die neu errichteten großzügigen Balkone oder Loggien sind für die BewohnerInnen gern genutzte Freiräume. Die Sanierung und Umgestaltung der Allgemeinflächen und des Stiegenhauses samt Errichtung eines Aufzuges ermöglichen nun eine behindertengerechte Erreichbarkeit aller Wohnungen. Die Erhaltung der alten Bodenfliesen in den Gängen ist beispielhaft – sie verweisen auf die lange Geschichte des Gründerzeithauses. Ein Kinderwagen- und Fahrradabstellraum, ein Müllraum mit straßenseitigem Service-Zugang und eine Briefkasten-Durchwurfanlage bieten modernen Komfort für die BewohnerInnen. Das Architekturbüro P.GOOD hat dem schlichten Zinshaus mit einem modernen Zubau mit neuen Wohnungen quasi eine Krone aufgesetzt. Die BewohnerInnen blieben während der Bauphase in ihren Wohnungen – eine besondere Herausforderung für das Planungsteam und die ausführenden Firmen.

Großes Augenmerk wurde auf die Verbesserung der thermischen Eigenschaften gelegt. Der Heizwärmebedarf im Bestand verringerte sich durch die thermische Sanierung deutlich. Zusätzlich unterstützt eine Solaranlage am Dach die zentrale Heizungsanlage.

Gut gefördert

Die Gesamtbaukosten des Projektes betrugen rund 4,0 Millionen Euro. Die Stadt Wien förderte die Sanierung mit insgesamt rund 3,5 Millionen Euro in Form von Landesdarlehen und -zuschüssen.

Die Förderung der Sockelsanierung hat zum Ziel, alte Wohnhäuser zu neuem Glanz zu bringen. Dabei werden sowohl die alte Bausubstanz als auch bestehende Wohnungen modernisiert und gleichzeitig neuer, zeitgemäßer Wohnraum geschaffen. Die Stadt Wien investiert seit Jahrzehnten kontinuierlich in die Wohnhaussanierung, die erfolgreich vom wohnfonds_wien, Fonds für Wohnbau und Stadterneuerung betreut wird.

Eckdaten:

  • Bevollmächtigter:     Immobilien Verwalter-Makler Gulder, Inh. Mag. Corinna Gulder
  • Baubetreuer:           p.good Praschl-Goodarzi Architekten ZT-GmbH, https://www.pgood.at/home.html
  • Baujahr:                  1913
  • Wohneinheiten:        33
  • Lokale:                     8
  • Nutzfläche:              rd. 2.130 m² (inkl. Dachgeschoßausbau/Zubau)
  • Baudauer:                2018 – 2020